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Lexikon

EN 407 (Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken)

Die EN 407 ist die Norm für Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken, also gegen Hitze und Feuer. Sie bewertet bis zu sechs Eigenschaften in Leistungsstufen von 0 bis 4, darunter Kontaktwärme, Konvektionswärme und Strahlungswärme. Die Stufen stehen als Ziffern unter dem Piktogramm, ein X bedeutet, dass nicht geprüft wurde.

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Wann ist das relevant?

Relevant für Arbeiten mit heißen Teilen, Flammen oder Strahlungswärme. Die EN 407 regelt keine speziellen Anwendungen: Für die Brandbekämpfung gilt die EN 659, für Schweißerhandschuhe die EN 12477.

Die sechs Prüfungen

  • A: begrenzte Flammenausbreitung
  • B: Kontaktwärme
  • C: Konvektionswärme
  • D: Strahlungswärme
  • E: kleine Spritzer geschmolzenen Metalls
  • F: große Mengen geschmolzenen Metalls

Kontaktwärme und Konvektionswärme

  • Kontaktwärme: Die Stufen 1 bis 4 entsprechen Kontakttemperaturen von 100, 250, 350 und 500 °C bei einer Schwellenzeit von mindestens 15 Sekunden.
  • Konvektionswärme: Die Stufen 1 bis 4 entsprechen einem Wärmeübertragungsindex (HTI) von mindestens 4, 7, 10 und 18 Sekunden.

Ausgabe 2020

Die EN 407:2020 bringt neue Testmethoden, zum Beispiel für die begrenzte Flammenausbreitung und die Kontaktwärme. Für Handschuhe, die nur vor Kontaktwärme schützen, etwa Ofenhandschuhe für den Haushalt, gibt es ein eigenes Piktogramm.

Wichtig bei der Anwendung

Die Prüfungen beziehen sich auf die Handfläche. Der Schutz gilt nur innerhalb der angegebenen Kontaktzeit und Kontakttemperatur.

Quellen

  • Suva: Hitzeschutzhandschuhe und Kälteschutzhandschuhe, Normen
  • Ejendals: EN 407:2020, Thermische Risiken
  • Herstellerdatenblätter Hees & Peters: EN 407:2020