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Lexikon

EN ISO 21420 (Allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe)

Die EN ISO 21420 ist die Grundnorm für alle Schutzhandschuhe. Sie legt allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren fest, etwa zu Gestaltung, Größen, Unschädlichkeit, Komfort und Fingerfertigkeit. Sie hat die frühere EN 420 abgelöst. Die Leistungsnormen wie EN 388 oder EN 407 kommen zu diesen Grundanforderungen hinzu.

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Wann ist das relevant?

Beim Einkauf zeigt die Norm, dass ein Handschuh die Basisanforderungen erfüllt, etwa bei Größe und Unschädlichkeit der Materialien. Für Handschuhe der Kategorien II und III verlangen Prüfstellen entsprechende Prüfberichte.

Wichtige Anforderungen

  • Größen von 4 bis 13, vom Hersteller anhand von Handlänge und Handumfang festgelegt
  • Fingerfertigkeit
  • pH-Wert der Materialien zwischen 3,5 und 9,5
  • Chrom VI in Leder unter 3 mg/kg
  • Grenzwert für DMF in PU-beschichteten Handschuhen unter 1000 mg/kg
  • Prüfung auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Gummi- und Kunststoffteilen
  • Elektrostatische Eigenschaften

Von der EN 420 zur EN ISO 21420

Die EN ISO 21420:2020 hat die EN 420:2003+A1:2009 im Herbst 2020 abgelöst. Handschuhe, die bereits nach EN 420 zertifiziert waren, mussten bis zum Ablauf ihres Zertifikats nicht neu zertifiziert werden. Aktuell ist die Fassung EN ISO 21420:2020+A1:2024.

Zusammenspiel mit anderen Normen

Die Anforderungen der EN ISO 21420 gelten für alle Schutzhandschuhe in allen PSA-Kategorien. Die Leistungsnormen regeln die jeweilige Schutzwirkung, zum Beispiel EN 388 für mechanische Risiken, EN 407 für Hitze, EN 511 für Kälte und EN ISO 374 für Chemikalien.

Quellen

  • SATRA: The requirements of EN ISO 21420
  • Ejendals: EN ISO 21420:2020, wesentliche Änderungen gegenüber EN 420
  • Haberkorn: Neuer Standard für Schutzhandschuhe (Arbeitsschutz aber sicher, 2020)
  • TÜV Rheinland: Produktblatt ISO 21420