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Lexikon

EN ISO 374 (Chemikalienschutzhandschuhe)

Die EN ISO 374 regelt Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen. Nach Teil 1 werden Handschuhe anhand der Permeationsbeständigkeit in die Typen A, B und C eingeteilt. Typ A bietet die höchste Beständigkeit und ist gegen mindestens sechs Prüfchemikalien je mindestens 30 Minuten beständig.

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Wann ist das relevant?

Relevant für alle Tätigkeiten mit Chemikalien. Wichtig ist, dass der Handschuh gegen die tatsächlich verwendeten Chemikalien beständig ist. Die Dauer des Schutzes am Arbeitsplatz kann erheblich von der geprüften Durchbruchzeit abweichen.

Typ A, B und C

  • Typ A: Durchbruchzeit von mindestens 30 Minuten bei mindestens 6 Prüfchemikalien
  • Typ B: mindestens 30 Minuten bei mindestens 3 Prüfchemikalien
  • Typ C: mindestens 10 Minuten bei mindestens 1 Prüfchemikalie

Kennzeichnung

Das Piktogramm zeigt einen Erlenmeyerkolben. Bei Typ A und B stehen darunter die Kennbuchstaben der bestandenen Prüfchemikalien, bei Typ A sechs, bei Typ B drei. Bei Typ C ist kein Kennbuchstabe nötig. Beispiele für Prüfchemikalien sind Methanol (A), Aceton (B), Wasserstoffperoxid 30 % (P), Flusssäure 40 % (S) und Formaldehyd 37 % (T).

Leistungsstufen gegen Permeation

  • Stufe 1: über 10 Minuten
  • Stufe 2: über 30 Minuten
  • Stufe 3: über 60 Minuten
  • Stufe 4: über 120 Minuten
  • Stufe 5: über 240 Minuten
  • Stufe 6: über 480 Minuten

Weitere Teile der Normreihe

Weitere Teile prüfen die Penetration (EN 374-2), die Degradation (EN ISO 374-4) und die Beständigkeit gegen Mikroorganismen (EN ISO 374-5). Die frühere Kennzeichnung mit dem Becherglas für einfachen Chemikalienschutz ist weggefallen.

Quellen

  • DGUV IFA: Auswahlhilfen für Chemikalienschutzhandschuhe
  • DGUV: Sicherheitsinformation Schutzhandschuhe (SIS 2019)
  • BGN: TRGS 401, Anhang 8
  • Haufe: Den richtigen Arm- und Handschutz auswählen