Arbeitskleidung gehört in vielen Betrieben selbstverständlich dazu. Mit Ihrem Logo, Ihren Farben und Ihrem Stil wird sie zum Auftritt: Mitarbeiter auf der Baustelle, im Lager oder beim Kunden sind sofort als Teil Ihres Unternehmens erkennbar. Doch Firmenkleidung mit Wiedererkennungswert entsteht nicht durch ein beliebig aufgesetztes Logo. Dieser Ratgeber erklärt, welche Veredelungsverfahren es gibt, was Sie bei Platzierung und Material beachten sollten und worauf Sie bei Schutzkleidung besonders achten müssen.
Firmenkleidung mit Logo: Warum sich Veredelung lohnt
Gebrandete Arbeitskleidung hat mehrere Effekte, die über die Optik hinausgehen:
- Professioneller Eindruck: Einheitlich auftretende Teams wirken beim Kundenkontakt kompetent und vertrauenswürdig.
- Erkennbarkeit: Auf Baustellen, in Lagern oder auf großen Betriebsgeländen sind Ihre Beschäftigten für Kunden, Besucher und Kollegen klar zuzuordnen.
- Zusammengehörigkeit: Ein gemeinsamer Look stärkt das Teamgefühl.
- Werbewirkung: Ihr Logo ist im Alltag sichtbar, ohne dass Sie zusätzlich in Werbefläche investieren.
Veredelungsverfahren im Überblick: Stickerei, Siebdruck und DTF
Welches Verfahren sich eignet, hängt vom Kleidungsstück, vom Motiv und von der Stückzahl ab. Die drei gängigsten Techniken im Überblick:
Stickerei
Beim Sticken wird das Motiv mit Garn in den Stoff eingebracht. Das Ergebnis wirkt hochwertig, ist sehr strapazierfähig und übersteht viele Wäschen. Besonders gut eignet sich Stickerei für Polos, Jacken, Softshells und Kappen. Für sehr feine Details oder winzige Schrift stößt das Verfahren an Grenzen.
Siebdruck
Beim Siebdruck wird die Farbe durch ein Sieb auf das Textil gedruckt. Er liefert kräftige Farben und ist bei größeren Stückzahlen wirtschaftlich. Typische Einsatzbereiche sind T-Shirts und Sweatshirts mit klaren, wenig farbigen Motiven.
DTF-Transferdruck
Beim DTF-Verfahren (Direct-to-Film) wird das Motiv zunächst auf eine Folie gedruckt und anschließend auf das Textil übertragen. Es ermöglicht vollfarbige Motive mit Farbverläufen, auch bei kleinen Stückzahlen, und eignet sich für viele Textilien.
Welche Technik passt zu welchem Kleidungsstück?
- Polos, Softshelljacken und Kappen: meist Stickerei für einen hochwertigen, langlebigen Auftritt
- T-Shirts und Sweatshirts: Siebdruck oder DTF, je nach Motiv und Stückzahl
- Mehrfarbige Logos mit Verläufen: DTF oder Stickerei, abhängig von Größe und Detailgrad
- Große Stückzahlen mit einfachem Motiv: Siebdruck
Stöbern Sie in unserem Sortiment, zum Beispiel bei T-Shirts und Sweatshirts, Jacken und der gesamten Berufsbekleidung.
Platzierung, Größe und Logodatei: So wird das Ergebnis überzeugend
Ein gutes Ergebnis hängt von Details ab:
- Platzierung: Üblich sind die linke Brust, der Rücken oder der Ärmel. Das Logo sollte gut sichtbar sein, ohne die Bewegungsfreiheit oder Taschen zu stören.
- Größe und Lesbarkeit: Auch aus einigen Metern Entfernung sollte das Logo erkennbar bleiben. Sehr feine Linien und kleine Schrift gehen bei manchen Verfahren verloren.
- Kontrast: Das Logo muss sich vom Stoff abheben. Auf dunklen Textilien kann eine helle Variante Ihres Logos nötig sein.
- Dateiformat: Am besten liegt Ihr Logo als Vektordatei (zum Beispiel SVG, EPS oder PDF) oder zumindest in hoher Auflösung vor.
Vorsicht bei Schutzkleidung: Veredelung darf den Schutz nicht verringern
Bei Arbeitskleidung mit Schutzfunktion ist die Veredelung kein reines Designthema. Schutzkleidung ist zertifiziert und mit einer Norm gekennzeichnet. Die Veredelung darf nicht zum Verlust der Baumusterprüfung oder zu einer Einschränkung der Schutzwirkung führen. Das gilt in der Praxis vor allem für diese Bereiche:
- Warnschutzkleidung: Für jede Warnschutzklasse sind Mindestflächen an fluoreszierendem und retroreflektierendem Material vorgeschrieben. Aufdrucke und Embleme dürfen diese Flächen nicht einschränken. Die DGUV Information 212-016 „Warnkleidung“ enthält dazu genaue Angaben.
- Schwer entflammbare Kleidung: Embleme, Aufnäher und Druckmaterialien müssen zur Schutzkleidung passen, damit die Schutzwirkung erhalten bleibt.
- Wetterschutz und weitere Schutzkleidung: Klären Sie vorab beim Hersteller, ob sich die Kleidung veredeln lässt und welche Verfahren zulässig sind.
Wenn ein Aufdruck oder ein Emblem geplant ist, fragen Sie vorher beim Hersteller nach, ob das möglich ist und die Kleidung weiterhin den Vorgaben der Norm entspricht. Lassen Sie die Veredelung von Schutzkleidung außerdem von Fachbetrieben ausführen, die Erfahrung mit zertifizierter Kleidung haben. Mehr zu den Normen lesen Sie im Beitrag PSA richtig wählen – was hinter den Normen steckt.
Demnächst bei Technigro: der Customizer direkt im Shop
Wir arbeiten derzeit an einer Lösung, die die Veredelung von Firmenkleidung deutlich einfacher machen soll. Technigro wird demnächst einen Customizer direkt im Shop anbieten, mit dem Sie Ihre Firmenkleidung online individualisieren können. Bis es so weit ist, beraten wir Sie gern persönlich: Rufen Sie uns an unter 033439 – 85 250.
Checkliste vor der Bestellung von Firmenkleidung
- Verwendungszweck und Einsatzumgebung geklärt
- Handelt es sich um Schutzkleidung? Dann Veredelung vorab mit dem Hersteller abstimmen
- Passende Veredelungstechnik für Textil, Motiv und Stückzahl gewählt
- Platzierung und Größe des Logos festgelegt
- Logo als Vektordatei oder in hoher Auflösung bereitgestellt
- Pflegehinweise der Kleidung beachtet, damit die Veredelung lange hält
Fazit: Firmenkleidung ist Ihr Auftritt
Gute Veredelung verbindet Optik, Haltbarkeit und, bei Schutzkleidung, die Einhaltung der Normen. Mit dem passenden Verfahren und einer durchdachten Platzierung wird aus Arbeitskleidung ein Aushängeschild für Ihr Unternehmen. Bei Technigro finden Sie Berufsbekleidung und Warnschutzkleidung in großer Auswahl, und mit dem kommenden Customizer wird das Gestalten Ihrer Firmenkleidung noch einfacher.
Quellen
- DGUV Information 212-016 „Warnkleidung“, bgbau.de
- KomNet NRW, Dialog 6713 „Sind Applikationen auf Warnschutzkleidung zulässig?“, komnet.nrw.de
- Handwerksblatt, „Mehr Platz für Logos und Embleme“, handwerksblatt.de

